fk
fragklar.de
Start / Haushalt & Küche / Wenn die Förderung von Wärmepumpen eingestellt wird werden die Wärmepumpen dann endlich günstiger?

Wenn die Förderung von Wärmepumpen eingestellt wird werden die Wärmepumpen dann endlich günstiger?

Geprüfte Antwort Letzte Aktualisierung: Dezember 19, 2025 Haushalt & Küche
Nein, wenn die Förderung für Wärmepumpen eingestellt wird, werden sie nicht automatisch günstiger – im Gegenteil: Kurzfristig (2025–2026) könnten Preise sogar steigen, da Hersteller auf geringere Nachfrage reagieren. Langfristig (bis 2030) sinken sie durch Skaleneffekte und Innovationen um bis zu 40 %, aber ohne Subventionen bleibt der Netto-Effekt für Verbraucher negativ.

Wärmepumpen ohne Förderung: Werden sie endlich günstiger, wenn die Zuschüsse wegfallen?

Du starrst auf die Rechnung für deine alte Gasheizung und fragst dich, ob der Umstieg auf eine Wärmepumpe wirklich lohnt – besonders, wenn die aktuellen 70 %-Zuschüsse aus dem KTF gekürzt werden. Die Debatte kocht hoch, seit der Haushalt 2025 Milliarden kürzt, und viele hoffen: Ohne Förderung müssen Hersteller die Preise senken, um zu verkaufen. Ich hab's mir genau angeschaut, mit den neuesten Zahlen von BWP und VZ – und die Realität ist nuancierter. Lass uns das aufdröseln: Warum der Förderstopp nicht der Preistreiber ist, den du dir wünschst, und was stattdessen die Kosten antreibt.

Der Fördereffekt: Warum Zuschüsse Preise oft hochtreiben – und was passiert ohne sie

Staatliche Förderungen wie die BEG (bis 70 % Zuschuss) klingen super, machen Wärmepumpen aber teurer, als sie sein müssten. Hersteller kalkulieren mit dem Subventionspuffer – ein Effekt, den Ökonomen „Förderinflation“ nennen. Ohne Förderung müssten sie wettbewerbsfähiger werden, aber der Haken: Die Nachfrage bricht ein. 2025 verkauften sich 260.000 Geräte, dank Zuschüssen; ohne? Prognose BWP: Rückgang um 40–50 %, was zu Lagerkosten und Preisanpassungen führt. Kurzfristig: Leichte Steigerung um 5–10 % (durch geringere Skaleneffekte). Langfristig: Sinkend, weil Massenproduktion (7 Mrd. € Investitionen 2024/25) die Kosten drückt – bis 2030 um 40 %.

Preisentwicklung 2025: Mit und ohne Förderung im Vergleich

Szenario Durchschnittspreis (Luft-Wasser, EFH) Netto-Kosten für dich (nach Förderung) Prognose 2026
Mit Förderung (aktuell) 30.000 € 9.000–15.000 € (70 % Zuschuss) Stabil, bei Kürzungen auf 50 %: 15.000 € Netto
Ohne Förderung (hypothetisch) 28.000–32.000 € 28.000–32.000 € (kein Zuschuss) Leichter Anstieg (5 %), dann Sinkflug durch Produktion
Langfristig (2030) 18.000–22.000 € 18.000–22.000 € 40 % günstiger durch Skaleneffekte, unabhängig von Förderung
Der Clou: Prozentuale Förderungen (wie BEG) belohnen teure Modelle – ohne sie müssten Hersteller wie Viessmann oder Bosch auf Effizienz setzen. Aber: Ohne den Zuschuss-Karottenstock sinkt die Nachfrage, und Preise reagieren erst, wenn der Markt sich anpasst – das dauert 1–2 Jahre.

Was treibt die Preise wirklich: Nicht die Förderung, sondern der Markt

Die wahren Treiber sind Lieferketten (Kupferpreise +15 % 2025), Installationskosten (Handwerker-Mangel) und Nachfrage. 2025 sinken Preise leicht (um 4.000 € vs. 2024), trotz Kürzungen im KTF (2,4 Mrd. € weniger). Ohne Förderung? Weniger Käufer bedeuten weniger Druck auf Skaleneffekte – Preise stabilisieren sich, sinken aber nicht sprunghaft. Vergleich zu Schweden: Dort feste Förderbeträge (nicht prozentual) halten Preise niedrig (20 % unter DE-Niveau). In Deutschland? Der Topf schrumpft, aber die Prozentsätze bleiben – bis 2026, wenn das GEG angepasst wird.

Dein Rechenbeispiel: Wie viel sparst du wirklich ohne Förderung?

Anschaffungspreis (inkl. Einbau):

9.000 € Netto-Kosten für dich
Mit 70 % Förderung
Bei 30.000 € Preis: Mit Förderung 9.000 € Eigenanteil – ohne? Der volle Schlag. Und langfristig? Betriebskosten sinken (Stromtarif 25–28 ct/kWh vs. Gas mit CO2-Abgabe).

Der Ausblick: Förderstopp als Chance oder Bremse?

Kürzungen kommen – Habeck betont „kein Ende 2025“, aber der Topf schrumpft um 2,4 Mrd. €. Ohne Förderung zwingt der Markt zu Effizienz: Mehr Anbieter (aktuell 250+ Firmen), Automatisierung (7 Mrd. € Invest 2024/25) und Importe aus Asien drücken Preise bis 2030 um 40 %. Aber kurzfristig? Nachfragerückgang + Handwerker-Knappheit halten Preise stabil hoch. Tipp: Jetzt einbauen, bevor der Topf leer ist – oder auf 2027 warten, wenn Skaleneffekte greifen. Am Ende: Förderung weg? Wärmepumpen werden nicht „endlich günstiger“ – sie waren nie das Problem. Der echte Sparer ist der Markt, nicht der Staat. Und mit sinkenden Stromkosten (25 ct/kWh 2025) rechnet sich's eh.

Markus Hildemann - Gründer von fragklar.de
Chefredaktion & Gründer

Markus Hildemann

LinkedIn

"Wenn Technik streikt, suche ich die Lösung. Ob hartnäckige Miele-Fehlercodes, Dyson-Probleme oder WhatsApp-Bugs – auf fragklar.de teile ich echte Praxistipps aus meinem Alltag als Tech-Troubleshooter. Kein Marketing-Gelaber, sondern Hilfe, die funktioniert."

Smart Home Software Hacks App Support