Nein, wenn die Förderung für Wärmepumpen eingestellt wird, werden sie nicht automatisch günstiger – im Gegenteil: Kurzfristig (2025–2026) könnten Preise sogar steigen, da Hersteller auf geringere Nachfrage reagieren. Langfristig (bis 2030) sinken sie durch Skaleneffekte und Innovationen um bis zu 40 %, aber ohne Subventionen bleibt der Netto-Effekt für Verbraucher negativ.
Wärmepumpen ohne Förderung: Werden sie endlich günstiger, wenn die Zuschüsse wegfallen?
Du starrst auf die Rechnung für deine alte Gasheizung und fragst dich, ob der Umstieg auf eine Wärmepumpe wirklich lohnt – besonders, wenn die aktuellen 70 %-Zuschüsse aus dem KTF gekürzt werden. Die Debatte kocht hoch, seit der Haushalt 2025 Milliarden kürzt, und viele hoffen: Ohne Förderung müssen Hersteller die Preise senken, um zu verkaufen. Ich hab's mir genau angeschaut, mit den neuesten Zahlen von BWP und VZ – und die Realität ist nuancierter. Lass uns das aufdröseln: Warum der Förderstopp nicht der Preistreiber ist, den du dir wünschst, und was stattdessen die Kosten antreibt.Der Fördereffekt: Warum Zuschüsse Preise oft hochtreiben – und was passiert ohne sie
Staatliche Förderungen wie die BEG (bis 70 % Zuschuss) klingen super, machen Wärmepumpen aber teurer, als sie sein müssten. Hersteller kalkulieren mit dem Subventionspuffer – ein Effekt, den Ökonomen „Förderinflation“ nennen. Ohne Förderung müssten sie wettbewerbsfähiger werden, aber der Haken: Die Nachfrage bricht ein. 2025 verkauften sich 260.000 Geräte, dank Zuschüssen; ohne? Prognose BWP: Rückgang um 40–50 %, was zu Lagerkosten und Preisanpassungen führt. Kurzfristig: Leichte Steigerung um 5–10 % (durch geringere Skaleneffekte). Langfristig: Sinkend, weil Massenproduktion (7 Mrd. € Investitionen 2024/25) die Kosten drückt – bis 2030 um 40 %.Preisentwicklung 2025: Mit und ohne Förderung im Vergleich
| Szenario | Durchschnittspreis (Luft-Wasser, EFH) | Netto-Kosten für dich (nach Förderung) | Prognose 2026 |
|---|---|---|---|
| Mit Förderung (aktuell) | 30.000 € | 9.000–15.000 € (70 % Zuschuss) | Stabil, bei Kürzungen auf 50 %: 15.000 € Netto |
| Ohne Förderung (hypothetisch) | 28.000–32.000 € | 28.000–32.000 € (kein Zuschuss) | Leichter Anstieg (5 %), dann Sinkflug durch Produktion |
| Langfristig (2030) | 18.000–22.000 € | 18.000–22.000 € | 40 % günstiger durch Skaleneffekte, unabhängig von Förderung |
Was treibt die Preise wirklich: Nicht die Förderung, sondern der Markt
Die wahren Treiber sind Lieferketten (Kupferpreise +15 % 2025), Installationskosten (Handwerker-Mangel) und Nachfrage. 2025 sinken Preise leicht (um 4.000 € vs. 2024), trotz Kürzungen im KTF (2,4 Mrd. € weniger). Ohne Förderung? Weniger Käufer bedeuten weniger Druck auf Skaleneffekte – Preise stabilisieren sich, sinken aber nicht sprunghaft. Vergleich zu Schweden: Dort feste Förderbeträge (nicht prozentual) halten Preise niedrig (20 % unter DE-Niveau). In Deutschland? Der Topf schrumpft, aber die Prozentsätze bleiben – bis 2026, wenn das GEG angepasst wird.Dein Rechenbeispiel: Wie viel sparst du wirklich ohne Förderung?
Anschaffungspreis (inkl. Einbau): €
9.000 € Netto-Kosten für dich
Mit 70 % Förderung
Bei 30.000 € Preis: Mit Förderung 9.000 € Eigenanteil – ohne? Der volle Schlag. Und langfristig? Betriebskosten sinken (Stromtarif 25–28 ct/kWh vs. Gas mit CO2-Abgabe).
Mit 70 % Förderung