Du läufst nur zwei Schritte weg und der Ton stockt? Bluetooth ist im Jahr 2026 zwar extrem stabil, scheitert aber immer noch an den Gesetzen der Physik. Wer die Störquellen kennt, kann die Reichweite verdoppeln.
Physikalische Hindernisse: Die Material-Checkliste
Bluetooth nutzt Mikrowellen im 2,4-GHz-Band. Diese Wellen sind sehr kurzwellig und werden von bestimmten Materialien fast komplett geschluckt oder reflektiert.
| Material | Stör-Potenzial | Effekt |
|---|---|---|
| Metall / Aluminium | Sehr hoch | Reflektiert das Signal komplett (Faradayscher Käfig). |
| Wasser / Mensch | Hoch | Absorbiert die Wellen. Dein Körper ist ein Signalblocker! |
| Beton / Ziegel | Mittel | Dämpft das Signal stark (Reichweite sinkt auf 2-3m). |
| Glas / Holz | Niedrig | Signal geht meist problemlos hindurch. |
Versteckte Signale, die Bluetooth stören
Nicht nur Wände sind das Problem. Oft stören Geräte, von denen du es nicht erwartest:
- USB 3.0 / USB-C Kabel: Schlecht abgeschirmte Kabel verursachen Funkrauschen im 2,4-GHz-Band. Steckt eine Festplatte direkt neben dem Bluetooth-Dongle, bricht die Verbindung ein.
- Wi-Fi 7 Router: Die neuesten Router sind so leistungsstark, dass sie Bluetooth-Kanäle "überstrahlen", wenn sie im selben Frequenzbereich funken.
- Smart Home (Thread/Matter): 2026 kommunizieren hunderte Sensoren in deinem Haus. Jede Funk-Steckdose kann ein potenzieller Störsender sein.
Praxis-Tipp: Die Hosentaschen-Falle
Wenn dein Kopfhörer draußen aussetzt, sobald das Handy in der Tasche ist: Dein Körper blockiert das Signal. Da es im Freien keine Wände gibt, die das Signal reflektieren könnten, "verhungert" die Verbindung. Trage das Handy auf der Seite, auf der sich auch der Empfänger deines Kopfhörers befindet.